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Wir bieten Laboruntersuchungen zur Unterstützung der Diagnostik von durch Zecken übertragenen Infektionen an, einschließlich Borreliose, unter Anwendung etablierter und weiterführender diagnostischer Verfahren. Die Borreliose ist eine bakterielle Infektion, die durch Zecken übertragen wird und zu den häufigsten durch Zecken verursachten Erkrankungen beim Menschen gehört.
Da die Symptome von durch Zecken übertragenen Infektionen sehr unterschiedlich und oft unspezifisch sein können, überschneiden sie sich häufig mit denen anderer Erkrankungen. Ohne gezielte Diagnostik besteht daher das Risiko, dass diese Infektionen fehlinterpretiert und als andere Erkrankungen behandelt werden, was eine angemessene Behandlung verzögern kann. Eine präzise Diagnostik ist entscheidend, um weitere medizinische Entscheidungen zu unterstützen und geeignete nächste Schritte festzulegen.
Die Diagnostik basiert überwiegend auf Blutuntersuchungen und umfasst standardisierte serologische Verfahren wie ELISA und Western Blot, mit denen Antikörper nachgewiesen werden, die vom Immunsystem als Reaktion auf eine Infektion gebildet wurden. Darüber hinaus bieten wir den LTT (Lymphozytentransformationstest) zur Beurteilung der zellulären Immunantwort sowie PCR-Untersuchungen an, die den direkten Nachweis von genetischem Material der Erreger ermöglichen.
Die Auswahl der diagnostischen Methoden richtet sich nach den klinischen Beschwerden, der medizinischen Vorgeschichte sowie dem Zeitraum seit einer möglichen Zeckenexposition.
Eine Untersuchung auf durch Zecken übertragene Erkrankungen kann in folgenden Fällen in Betracht gezogen werden:
nach einem Zeckenstich, insbesondere wenn Beschwerden auftreten,
bei Symptomen, die auf eine Borreliose hinweisen können, wie Gelenk- oder Muskelschmerzen, neurologische Beschwerden (z. B. Taubheitsgefühle, Kribbeln, Fazialisparese), Konzentrationsstörungen, anhaltende Müdigkeit oder andere wechselnde bzw. wiederkehrende Beschwerden,
bei anhaltenden, unklaren Beschwerden trotz vorheriger diagnostischer Abklärung,
Die Entscheidung zur Durchführung der Diagnostik sowie die Auswahl der geeigneten Testverfahren trifft der Arzt auf Grundlage Ihrer medizinischen Vorgeschichte, Ihrer Beschwerden und der aktuellen diagnostischen Leitlinien.
Mehrsprachige Betreuung
Unser Team spricht Deutsch, Englisch und Polnisch.
Die Ergebnisse der Untersuchung werden vom Arzt unter Berücksichtigung Ihrer gesundheitlichen Situation, Ihrer medizinischen Vorgeschichte sowie weiterer relevanter Befunde ausgewertet.
Im Rahmen eines ärztlichen Gesprächs werden die Ergebnisse anschließend mit Ihnen besprochen und in den passenden klinischen Zusammenhang eingeordnet.
Es ist ratsam, nach einem Zeckenstich eine Untersuchung in Betracht zu ziehen. Da die Bildung von Antikörpern Zeit braucht, können sehr frühe Untersuchungen jedoch negativ ausfallen. Der Arzt wird Sie zum optimalen Zeitpunkt beraten – in der Regel einige Wochen nach möglicher Exposition – oder eine Beobachtung mit gegebenenfalls späterer Testung empfehlen, falls Beschwerden auftreten.
Nicht jede Person entwickelt nach einem Zeckenstich den typischen Hautausschlag, und dessen Ausbleiben schließt eine Infektion nicht aus. Wenn Beschwerden vorliegen oder ein möglicher Kontakt mit Zecken bestand, kann eine Untersuchung dennoch sinnvoll sein.
Tests auf Borreliose können auch Jahre nach einem Zeckenstich Hinweise auf eine frühere Infektion liefern, da Antikörper über einen längeren Zeitraum im Blut nachweisbar bleiben können.
Ein positives Ergebnis zu einem späteren Zeitpunkt kann jedoch auf eine zurückliegende Infektion hinweisen und nicht zwingend auf eine aktuell aktive Erkrankung. Daher werden die Ergebnisse stets im Zusammenhang mit aktuellen Beschwerden, der medizinischen Vorgeschichte und eventuellen Vorbehandlungen vom Arzt beurteilt.
ELISA und Western Blot sind Blutuntersuchungen zur Labordiagnostik von Borreliose und anderen durch Zecken übertragenen Infektionen. Beide Verfahren basieren auf dem Nachweis von Antikörpern, die vom Immunsystem als Reaktion auf eine Infektion gebildet werden.
Der ELISA-Test wird in der Regel als erster Schritt durchgeführt. Er ist ein empfindlicher Suchtest, der Antikörper gegen Erreger nachweist, die mit durch Zecken übertragenen Erkrankungen in Zusammenhang stehen, einschließlich Borreliose. Aufgrund seiner hohen Sensitivität müssen auffällige oder grenzwertige Ergebnisse häufig weiter abgeklärt werden.
Der Western Blot dient als Bestätigungstest. Er weist Antikörper gegen spezifische Bestandteile des Erregers nach und erhöht dadurch die Aussagekraft der Ergebnisse sowie die Genauigkeit der Befundinterpretation.
Die PCR ist ein molekulares Verfahren zum Nachweis von genetischem Material von Mikroorganismen. Sie wird in der medizinischen Diagnostik bei verschiedenen Infektionen eingesetzt, einschließlich durch Zecken übertragener Erkrankungen. Im Zusammenhang mit dem Verdacht auf Borreliose oder Co-Infektionen kann sie in bestimmten klinischen Situationen sinnvoll sein, insbesondere bei kürzlich aufgetretenen Beschwerden oder bei der Untersuchung bestimmter Gewebe. Die Entscheidung über den Einsatz der PCR trifft der Arzt auf Grundlage des klinischen Bildes.
Der Lymphozytentransformationstest (LTT) ist eine Untersuchung der Immunfunktion, bei der bewertet wird, wie Immunzellen auf bestimmte Antigene reagieren. Im Zusammenhang mit durch Zecken übertragenen Erkrankungen kann er als ergänzendes Verfahren eingesetzt werden, um eine Immunreaktion auf eine frühere Exposition zu beurteilen. Der LTT weist nicht den Erreger selbst nach, sondern liefert Informationen über die Reaktion des Immunsystems und wird daher stets im Zusammenhang mit Beschwerden, der medizinischen Vorgeschichte und weiteren Untersuchungsergebnissen interpretiert.
Beide Verfahren werden gezielt eingesetzt und stets im Rahmen eines umfassenden, ärztlich gesteuerten diagnostischen Konzepts.
Abhängig von den durchgeführten Untersuchungen liegen die Ergebnisse in der Regel innerhalb von etwa 2 bis 14 Tagen vor.
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