Kobieta z naklejoną elektrodą na klatce piersiowej, ilustrując badanie holterem ciśnieniowym.

Langzeit-EKG

Das Langzeit-EKG ist eine nicht-invasive diagnostische Untersuchung zur kontinuierlichen Aufzeichnung der elektrischen Aktivität des Herzens über einen längeren Zeitraum – in der Regel 24 Stunden oder länger. Es dient dazu, Herzrhythmus und Herzfrequenz im Verlauf des Alltags sowie während des Schlafs zu beurteilen und ermöglicht so eine Einschätzung der Herzfunktion über einen längeren Zeitraum.

Die Untersuchung erfolgt durch das Anbringen kleiner Elektroden auf der Haut, die mit einem tragbaren Aufzeichnungsgerät verbunden sind, welches Sie am Körper tragen. Während der gesamten Untersuchungsdauer zeichnet das Gerät die elektrische Aktivität des Herzens kontinuierlich auf. Nach Abschluss der Aufzeichnung werden die Daten vom Arzt ausgewertet und interpretiert.

Ein Langzeit-EKG kann dabei helfen, unregelmäßig auftretende Herzrhythmusstörungen zu erkennen, die nur gelegentlich oder unter bestimmten Bedingungen auftreten und in einem normalen Ruhe-EKG möglicherweise nicht erfasst werden. Es wird daher häufig zur weiteren Abklärung bei Verdacht auf Herzrhythmusstörungen eingesetzt – unter Berücksichtigung Ihrer Beschwerden, Ihrer medizinischen Vorgeschichte und der klinischen Befunde.

Wann kann ein Langzeit-EKG sinnvoll sein?

Ein Langzeit-EKG kann in folgenden Fällen in Betracht gezogen werden:

  • wenn Beschwerden auftreten, die auf einen unregelmäßigen Herzschlag hindeuten, wie Herzklopfen, Schwindel, Ohnmacht, Atemnot oder ein Druckgefühl in der Brust,

  • bei ungeklärten Ohnmachtsanfällen, wenn eine Herzrhythmusstörung als Ursache ausgeschlossen werden soll,

  • bei bekannten Herzerkrankungen, die mit einem erhöhten Risiko für Herzrhythmusstörungen verbunden sind,

  • wenn die Überprüfung des Behandlungserfolgs oder der Funktion eines Geräts (z. B. eines Herzschrittmachers) medizinisch angezeigt ist.

Die Entscheidung zur Durchführung eines Langzeit-EKG sowie die Dauer der Aufzeichnung werden vom Arzt auf Grundlage Ihrer Beschwerden, Ihrer medizinischen Vorgeschichte und der klinischen Einschätzung festgelegt.

Mehrsprachige Betreuung

Unser Team spricht Deutsch, Englisch und Polnisch.

Befundbesprechung

Die Ergebnisse der Untersuchung werden vom Arzt unter Berücksichtigung Ihres Gesundheitszustands, Ihrer Krankengeschichte und weiterer relevanter Befunde ausgewertet.

Im Rahmen eines ärztlichen Beratungsgesprächs werden die Ergebnisse dann mit Ihnen besprochen und in einen entsprechenden klinischen Kontext gestellt. So erhalten Sie ein besseres Verständnis Ihrer Ergebnisse und Ihrer aktuellen gesundheitlichen Situation.

Terminvereinbarung

Montag–Freitag | 7:30–13:00

FAQ

Ein Langzeit-EKG ist eine kontinuierliche Aufzeichnung der elektrischen Aktivität des Herzens, in der Regel über 24 bis 72 Stunden. Es hilft dabei, Herzrhythmusstörungen zu erkennen, die in einem standardmäßigen Ruhe-EKG möglicherweise nicht erfasst werden.

Ein Langzeit-EKG kann folgende Auffälligkeiten sichtbar machen:

  • intermittierende Herzrhythmusstörungen (paroxysmales Vorhofflimmern),
  • Phasen mit ungewöhnlich schneller (Tachykardie) oder langsamer (Bradykardie) Herzfrequenz,
  • kurzzeitige Rhythmusstörungen im Zusammenhang mit Beschwerden wie Herzklopfen, Schwindel oder Ohnmacht,
  • Störungen der Erregungsleitung oder Pausen im Herzrhythmus

Da die Aufzeichnung während des normalen Alltags erfolgt, kann die Untersuchung dabei helfen, Beschwerden mit Veränderungen im Herzrhythmus in Zusammenhang zu bringen.

In den meisten Fällen können Sie während der Untersuchung Ihrem gewohnten Alltag nachgehen. Es ist sogar sinnvoll, den Tagesablauf möglichst normal beizubehalten, damit die Aufzeichnung Ihren typischen Herzrhythmus widerspiegelt.

Folgendes sollten Sie jedoch vermeiden:

  • Duschen, Baden oder Schwimmen (das Gerät darf nicht nass werden),
  • intensive körperliche Aktivitäten, bei denen sich die Elektroden lösen könnten

Sie erhalten genaue Hinweise zum Umgang mit dem Gerät sowie dazu, was zu tun ist, falls sich eine Elektrode lösen sollte. Wenn während der Untersuchung Beschwerden auftreten, werden Sie möglicherweise gebeten, diese in einem Protokoll festzuhalten, damit sie mit den aufgezeichneten Daten verglichen werden können.

Nachdem das Gerät zurückgegeben wurde, werden die aufgezeichneten Daten vom Arzt ausgewertet und analysiert. Eine ausführliche Erklärung der Ergebnisse erfolgt in der Regel zeitnah nach Abschluss der Auswertung und wird in englischer Sprache bereitgestellt.

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