Behandlung der Nikotinabhängigkeit

Die Nikotinabhängigkeit bezeichnet eine chronische Erkrankung, die durch wiederholten Tabakkonsum trotz bekannter Gesundheitsrisiken gekennzeichnet ist. Nikotin wirkt auf die Belohnungssysteme des Gehirns, verstärkt den fortgesetzten Konsum und trägt sowohl zur körperlichen Abhängigkeit als auch zu erlernten Verhaltensmustern bei, die das Aufhören erschweren können.

Langfristiger Tabakkonsum erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen und verschiedene Krebserkrankungen erheblich. Viele Betroffene leiden zudem unter anhaltenden Beschwerden wie chronischem Husten, Atemnot, verminderter körperlicher Belastbarkeit sowie einem eingeschränkten Geschmacks- oder Geruchssinn.

Ziel der Behandlung ist es, eine nachhaltige Raucherentwöhnung zu unterstützen, Entzugssymptome zu kontrollieren und das Rückfallrisiko zu reduzieren. Die Therapie kombiniert Aufklärung mit unterstützenden Maßnahmen, die helfen, das Verlangen nach Nikotin sowie Entzugssymptome zu bewältigen. Der Umfang der Unterstützung richtet sich nach dem Grad der Abhängigkeit und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Patienten.

Wann kann eine Behandlung sinnvoll sein?

Unterstützung kann für Personen in Betracht gezogen werden, die regelmäßig rauchen und mit dem Rauchen aufhören möchten, bereits erfolglose Aufhörversuche hinter sich haben oder beim Reduzieren oder Beenden des Tabakkonsums starke Entzugssymptome und Verlangen verspüren.

Eine Behandlung wird auch bei bestehenden tabakbedingten Erkrankungen, vor geplanten Operationen oder medizinischen Behandlungen, bei denen ein Rauchstopp sinnvoll ist, sowie bei Frauen mit Kinderwunsch oder während einer bestehenden Schwangerschaft empfohlen.

Mehrsprachige Betreuung

Unser Team spricht Deutsch, Englisch und Polnisch.

Medizinische Abklärung

Die Unterstützung bei der Raucherentwöhnung beginnt mit einer umfassenden ärztlichen Beratung. Dabei werden Ihre Rauchgewohnheiten, frühere Aufhörversuche, Ihr allgemeiner Gesundheitszustand sowie eingenommene Medikamente besprochen. Ziel ist es, Faktoren zu identifizieren, die die Abhängigkeit beeinflussen und eine geeignete Strategie für den Rauchstopp festzulegen.

Auf Grundlage dieser Einschätzung wird ein individueller Entwöhnungsplan erstellt. Dieser umfasst konkrete Empfehlungen und, falls erforderlich, Unterstützungsmaßnahmen zur Reduzierung des Verlangens nach Zigaretten und zur Linderung von Entzugserscheinungen. Die Therapie wird individuell auf die gesundheitliche Situation und die Bedürfnisse der Patient*innen abgestimmt, um die Chancen auf einen dauerhaften Rauchstopp zu erhöhen.

Terminvereinbarung

Montag–Freitag | 7:30–13:00

FAQ

Nikotinabhängigkeit ist ein Zustand, bei dem Gehirn und Körper von Nikotin abhängig werden. Sie betrifft sowohl körperliche Prozesse als auch erlernte Verhaltensmuster.

Sinkt der Nikotinspiegel, können Entzugssymptome auftreten, wie starkes Verlangen, Reizbarkeit, Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten, gedrückte Stimmung oder Angst. Nikotin beeinflusst die Belohnungssysteme im Gehirn, weshalb das Aufhören ohne strukturierte Unterstützung oft schwierig ist.

Das Verlangen entsteht, wenn das Gehirn die gewohnte Nikotinzufuhr erwartet. Häufige Auslöser sind Stress oder emotionale Anspannung, eingeübte Routinen (wie der morgendliche Kaffee oder Pausen), soziale Situationen, Müdigkeit sowie Veränderungen im Gehirn im Zusammenhang mit dem Entzug. Eine wirksame Behandlung berücksichtigt sowohl die körperliche Abhängigkeit als auch die verhaltensbezogenen Auslöser.

Bereits kurz nach dem Rauchstopp beginnen sich körperliche Prozesse zu verbessern. Innerhalb der ersten 24 Stunden sinkt der Kohlenmonoxidspiegel im Blut. In den folgenden Tagen und Wochen können sich Durchblutung, Atmung sowie der Geschmacks- und Geruchssinn verbessern.

Langfristig kann sich das Risiko für Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen schrittweise verringern. Geschwindigkeit und Ausmaß der Erholung sind individuell unterschiedlich und hängen unter anderem von der Dauer des Tabakkonsums und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab.

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