Begleittherapie
Eine nichtinvasive Therapie, bei der die Körpertemperatur sanft erhöht wird.
THERAPIE
Ziel der Ganzkörperhyperthermie ist es, die Körperkerntemperatur kontrolliert und unter ärztlicher Aufsicht zu erhöhen. Diese Temperaturerhöhung ist aus mehreren Gründen von Bedeutung.
Erstens: Verbesserung der Durchblutung. Wärme erweitert die Blutgefäße und sorgt dafür, dass das Blut freier fließt – wodurch Sauerstoff, Nährstoffe sowie im Blut enthaltene Medikamente auch Gewebe erreichen können, die unter normalen Bedingungen schlechter durchblutet sind.
Zweitens: Verstärkung der körpereigenen Immunabwehr. Die erhöhte Temperatur regt das Immunsystem zu intensiverer Aktivität an. Seine Zellen werden aktiver und reagieren schneller, ähnlich wie bei natürlichem Fieber.
Drittens: Verbesserung der Wirksamkeit anderer Behandlungsmethoden. In einem erwärmten, gut durchbluteten Organismus können einige parallel durchgeführte Therapien wirksamer sein als bei normaler Körpertemperatur.
Gerade dieser dritte Effekt führt dazu, dass die Ganzkörperhyperthermie selten allein angewendet wird. Am besten eignet sie sich als unterstützende Therapie – parallel zu anderen Behandlungsmethoden, die von den durch Wärme geschaffenen Bedingungen profitieren können. Über Ziel und Art der Anwendung wird stets gemeinsam mit dem behandelnden Arzt entschieden.
Die Körpertemperatur wird über einen Zeitraum von etwa 90 bis 120 Minuten schrittweise erhöht, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist.
Die erhöhte Temperatur wird für einen festgelegte Zeit aufrechterhalten, angepasst an das jeweilige Therapieziel.
Nach der Behandlung ruht der Patient, sodass sich der Körper schonend regenerieren und die Temperatur allmählich wieder normalisieren kann.
In der klinischen Praxis und in wissenschaftlichen Studien wird sie unter anderem in folgenden Situationen erwogen:
einige chronische Hauterkrankungen,
VORRAUSSETZUNGEN
Über den Einsatz der Ganzkörperhyperthermie entscheidet der behandelnde Arzt nach einer sorgfältigen medizinischen Bewertung – einschließlich Anamnese, aktueller Diagnosen, laufender Behandlungen sowie des allgemeinen klinischen Zustands des Patienten. Da die Therapie das Herz-Kreislauf-System belastet, kann sie in bestimmten Fällen kontraindiziert sein.
Wird die Therapie als geeignet erachtet und bestehen keine Gegenanzeigen, wird ein individueller Behandlungsplan erstellt, der unter medizinischer Aufsicht durchgeführt und in das Gesamttherapiekonzept des Patienten integriert wir.
HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN
Trotz äußerlicher Ähnlichkeit handelt es sich um zwei unterschiedliche Methoden. Die Sauna erwärmt die Luft um den Körper und damit vor allem die Haut, während die Ganzkörperhyperthermie tiefer wirkt – sie erhöht kontrolliert die Körperkerntemperatur unter kontinuierlicher medizinischer Überwachung und mit einem klar definierten therapeutischen Ziel.
Viele Menschen vergleichen dieses Gefühl mit einem langsam ansteigenden Fieber. Die Vitalparameter werden kontinuierlich überwacht, und der Behandlungsablauf wird so angepasst, dass sie gut verträglich bleibt.
Die Anzahl der Behandlungen wird individuell festgelegt. Nach Auswertung der Krankengeschichte, des klinischen Bildes und der Untersuchungsergebnisse erstellt der Arzt einen auf den jeweiligen Patienten abgestimmten Therapieplan und bespricht diesen ausführlich.
Nach der Behandlung verspüren viele Patienten ein Ruhebedürfnis. Der Arzt erklärt, was zu erwarten ist, und gibt Empfehlungen, wann die Rückkehr zu den gewohnten Aktivitäten sinnvoll ist.
In milder bis moderater Ausprägung ist die Ganzkörperhyperthermie in der Regel gut verträglich, sofern sie von qualifiziertem Personal durchgeführt und angemessen überwacht wird. Der Behandlung geht stets eine gründliche medizinische Untersuchung sowie der Ausschluss möglicher Gegenanzeigen voraus.
Wir sprechen Deutsch, Englisch und Polnisch.
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